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Weitere Publikationen
Neujahrsblatt 2011: Helmut
Meyer / Bernhard Schneider: Mission und Diakonie Die
Geschichte der Evangelischen Gesellschaft des Kantons
Zürich,
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Die Evangelische Gesellschaft des Kantons Zürich entstand als informelle Gruppierung in den 1830er-Jahren in Zürich. Eine feste Organisation gab sie sich 1846/47. Mit ihren geistigen Wurzeln aus dem 18. Jahrhundert verschränkte sie orthodoxe, staatskirchliche und pietistische Tradition. Praktisch organisierte sie konservativ gesinnte Pfarrer und Laien, die etwas tun wollten gegen die Säkularisierung von Kirche und Gesellschaft. Anfänglich auf die Stadt Zürich beschränkt, gelang es ihr, allmählich ein kantonsweites Netz zu bilden. Seit dem ausgehenden 19. Jahrhunderts verband die Gesellschaft mit ihrem missionarischen Einsatz vermehrt diakonische Aufgaben. So leisteten vor allem Frauen unentgeltliche Hilfe für Arme, Kranke und Schwache
In der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts definierte sie Diakonie noch einmal neu: Aus der «Stadtmission» ging eine diskrete Telefonseelsorge hervor und seit den 1970er Jahren bietet sie verschiedenen Gruppen am Rande der Gesellschaft praktische Lebenshilfe, geschützte Räume und professionelle Ansprechpersonen Details zum
Neujahrsblatt der Antiquarischen Gesellschaft. Helmut
Meyer, Bernhard Schneider, Mission und Diakonie, Geschichte
der Evangelischen Gesellschaft des Kantons Zürich,
(=Mitteilungen der Antiquarischen Gesellschaft in Zürich,
Band 78), erschienen im Chronos
Verlag ISBN
978-3-0340-1060-3).
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Neujahrsblatt 2010: Peter Niederhäuser (Hg.), Die
Habsburger zwischen Aare und Rhein,
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Er
sei als Habsburger «ein
geborener, guter Eidgenosse», verkündete Maximilian 1507 in Konstanz und
erinnerte so an die aargauischen Wurzeln der Habsburger und an die frühere
Herrschaft auf dem Gebiet der heutigen Schweiz. Auch wenn seit dem Spätmittelalter
die angeblich unversöhnlichen Gegensätze zwischen Habsburg und der Eidgenossenschaft
betont wurden, machen das Herkommen und die ursprüngliche Bedeutung der
Habsburger deutlich, dass auch sie Teil der Schweizer Geschichte sind.
Unter dem Eindruck einer «nationalen»
Geschichtsschreibung wurde Schweizer Geschichte jedoch lange vor allem aus der
Innerschweizer Perspektive betrachtet. Erst die letzten Jahre brachten eine
Hinterfragung der klassischen Geschichtsbilder und eine Verschiebung der
Gewichtungen. In den Vordergrund rückte nicht zuletzt die habsburgische
Vergangenheit. Statt den Schlachten galt - und gilt - das Interesse jetzt alltäglicheren
Formen des Mit- und Gegeneinanders, die weit stärker von Kontinuität als von
Abgrenzung geprägt waren und Fragen beispielsweise nach der Rolle des Adels und der kleineren Städte,
nach den Strukturen der habsburgischen Landesherrschaft und Verwaltung oder
nach der Macht der Erinnerung aufwerfen.
Diese Sicht führt das vorliegende
Buch fort, das in insgesamt vierzehn Beiträgen die habsburgische Herrschaft im
Spannungsfeld von Archiv und Burgenbau, von Reisetätigkeit und Münzprägung, von
Fürsten und ihrer Klientel oder von Klostergründungen und Grablegen
thematisiert und so ein neues Bild der «habsburgischen» Vergangenheit der
Schweiz zeichnet.
Inhalt:
- Karl von Habsburg: Zum Geleit
- Peter Niederhäuser: «Erbfeindschaft»,
Konkurrenz oder gemeinsame Wurzeln?
Habsburgisch-eidgenössische
Geschichte(n) im Spätmittelalter
Formen und Symbole von Herrschaft
- Bruno Meier: Habsburger und Eidgenossen
im Mittelalter. Versuch einer Periodisierung.
- Harald Derschka: Das Hochstift Konstanz
und Rudolf von Habsburg.
- Werner Wild: Habsburger und Burgenbau
in den «Vorderen Landen»
- Benedikt Zäch: Habsburgische Münzprägung
und Münzpolitik
in den Vorlanden um 1400
- Christian Sieber: «On the Move».
Das Itinerar der Herzöge Leopold IV. und Friedrich
IV. von Österreich von der Schlacht bei Sempach
(1386) bis zur Aussöhnung mit König Sigmund
(1418)
Im gedruckten Beitrag nicht enthalten
ist das ausschliesslich hier zugängliche Itinerar
der Herzöge Leopold IV. und Friedrich IV. von
Österreich 1386-1418.
- Roland Gerber: Erobert, entführt
und makuliert. Das vorländische Archiv der
Herzöge von Österreich als Herrschaftsinstrument
und Kriegsbeute
Fürsten und Gefolgsleute
- Alois Niederstätter: Princeps Suevie
et Alsacie. Herzog Rudolf IV. von Österreich
und die habsburgischen Vorlande
- Manfred Hollegger: Maximilian I. und
die Eidgenossen
- Peter Niederhäuser: Adel und Habsburg
- habsburgischer Adel? Karrieremöglichkeiten
und Abhängigkeiten im späten Mittelalter
- Andre Gutmann: Exponenten der Teilung
- Instrumente der Versöhnung? Die Schenken
und Truchsesse von Habsburg zwischen den Linien
Habsburg und Habsburg-Laufenburg in der Mitte des
13. Jahrhunderts-
- Nathalie Kolb Beck: Hans Lanz von Liebenfels.
Eine Diplomatenkarriere im 15. Jahrhundert
Erinnerungskulturen
- Claudia Moddelmog: Stiftung als gute
Herrschaft. Die Habsburger in Königsfelden
- Rainer Hugener: Umstrittenes Gedächtnis.
Habsburgisches und eidgenössisches Totengedenken
nach der Schlacht bei Sempach
- Martina Huggel: Die Grabkapelle der Herren
von Hallwyl in der Kirche Seengen. Erinnerungskultur
eines Schweizer Adelsgeschlechts
Details zum aktuellen Neujahrsblatt
der Antiquarischen Gesellschaft. Peter Niederhäuser
(Hg.), Die Habsburger zwischen Aare und Bodensee. Erschienen im Chronos
Verlag ISBN
978-3-0340-0719-1. (Mitteilungen der Antiquarischen Gesellschaft in Zürich,
Band 77). 258 Seiten, ca. 90 Abb., CHF
58.
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| Neujahrsblatt 2009: Andreas
Meyerhans, Peter Niederhäuser (Hg.), Äbte,
Amtsleute, Archivare. Zürich und das Kloster Einsiedeln. |
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Das zwinglianische Zürich und der Marienwallfahrtsort Einsiedeln scheinen auf den ersten Blick kaum Gemeinsamkeiten aufzuweisen. Die Schranken der Religion liessen nach der Reformation, so ein oberflächliches Urteil, die gemeinsame Geschichte weitgehend vergessen, die bis ins 10. Jahrhundert zurückreicht und im Mittelalter zeitweise zu sehr engen Kontakten geführt hatte. Dass diese Beziehungen mit der Reformation keineswegs abbrachen, ist hingegen weniger bekannt: Der Abt blieb Bürger der neugläubigen Stadt, Zürcher Patrizier übten im Namen des Klosters Herrschaft aus, Bewohner der Zürcher Landschaft waren zum Teil Eigenleute, zum Teil Zins- und Lehnsleute des Gotteshauses. Gutnachbarliche Kontakte und politische Konkurrenz, Dialog und Konflikte gehörten zum Alltag, an den zahlreiche Schriftstücke, Bilder und Pläne erinnern. Ausgehend von den reichen Beständen des Klosterarchivs Einsiedeln werden in lockerer Abfolge unterschiedliche Aspekte der Beziehungen zwischen Zürich und Einsiedeln aufgegriffen. Der Bogen reicht von der Verwaltung der Einsiedler Güter auf zürcherischem Boden und den damit verbundenen Rivalitäten um Herrschaftsrechte über den Holzhandel und die Rolle von Rechtsgelehrten im Streit um die Eigenständigkeit des Klosters bis hin zu wissenschaftlichen Forschungen und Gesprächen sowie den «Zürcher» Beständen im Klosterarchiv. Die Zeitreise führt vom hohen Mittelalter bis in die Gegenwart und bietet so einen neuen, ungewöhnlichen Blick auf die Zürcher Landesgeschichte.
Mit Beiträgen von Christoph Baumgartner, Daniel Bitterli, Sebastian Brändli, Fr. Thomas Fässler, Stefan Frey, Reto Häfeli, Stefan V. Keller, Andreas Kränzle, Stefan Kwasnitza, Andrée Lappé, Claudio Leibacher, Andreas Meyerhans, Claudia Moritzi, Peter Niederhäuser, Monika Rhyner, P. Joachim Salzgeber, Rebecca Sanders, Christoph Stätzler.
Details: Andreas Meyerhans, Peter Niederhäuser
(Hg.), Äbte,Amtleute, Archivare. Zürich und
das Kloster Einsiedeln. Erschienen im Chronos-Verlag,
Zürich 2009, ISBN
978-3-0340-0940-9. (Mitteilungen der Antiquarischen Gesellschaft in Zürich,
Band 76). 208 Seiten, 80 Abb., CHF
58.
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Neujahrsblatt
2008: Eva Maeder, Peter Niederhäuser (Hg.), Von Zürich
nach Kamtschatka. Schweizer im Russischen Reich |
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"Mit dem Fall des Eisernen Vorhangs und der Erweiterung der Europäischen
Gemeinschaft beginnt Europa sich wieder als Kontinent zu verstehen, der
eine gemeinsame Vergangenheit mit zahlreichen Berührungspunkten
besitzt. Die Schweiz ist Teil dieser europäischen Ost-West-Geschichte,
die von Krieg und Frieden, von Handel und Wirtschaft, nicht zuletzt von
persönlichen Kontakten geprägt war und ist.
Eine zentrale Rolle spielt in diesem Austausch das grosse
Russland. Oft geht vergessen, dass sich unter den vielen
Westeuropäern, die ab dem 18. Jahrhundert nach Russland zogen, nicht
wenige Schweizer befanden. Russland bot gerade qualifizierten
Einwanderern lange ausgezeichnete Bedingungen, trugen diese Migranten
doch massgeblich zur Modernisierung des rückständigen Zarenreichs bei.
Als Ingenieure, Färber, Lehrer oder Käser ausgezogen, stiegen einige zu
Fabrikanten und leitenden Angestellten, ja sogar zu Erziehern der
Zarenkinder auf - Russland erscheint durchaus als Land der unbegrenzten
Möglichkeiten.
Unter den Russlandschweizern befanden sich auch Zürcherinnen und
Zürcher. Statistisch gesehen eine kleine, wenig homogene Gruppe, waren
sie in allen Bereichen anzutreffen und hinterliessen als
Wissenschaftler wie als Künstler, als Kaufleute wie als Pädagogen, als
Industrielle wie als Musterlandwirte ihre Spuren. Auf der Suche nach
solchen Spuren lädt das reich illustrierte Buch ein zu einer
Entdeckungsreise in eine Welt, die 1917 ein abruptes Ende fand.
Details: Eva Maeder, Peter Niederhäuser
(Hg.), Von Zürich nach Kamtschatka.
Schweizer im Russischen Reich. Erschienen im Chronos-Verlag,
Zürich 2008, ISBN
978-3-0340-0891-4. (Mitteilungen der Antiquarischen Gesellschaft in Zürich,
Band 75). 232 Seiten, Abbildungen, CHF
58.-
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| Neujahrsblatt 2007: R.
Böhmer, S. Brändli, M. Leonhard, P.
Niederhäuser (Hg.), Vom Grabhügel zur Öko-Siedlung.
Zürcher Bau-Geschichten |
| "Vom Grabhügel
zur Ökosiedlung" ist ein spannendes und ungewöhnliches Porträt des
Kantons Zürich. Stadt und Landschaft werden im Spiegel von Bauten und
Anlagen dargestellt, die kunst-, kultur- und sozialgeschichtlich
ebenso wie politik- und wirtschaftshistorisch von Bedeutung sind. Aus
jeder Gemeinde wird ein Bau mit seiner Bewohner- und Nutzungsgeschichte
in Text und Bild vorgestellt, aus den grösseren Städten sind es mehrere
Beispiele. Dabei wird zeitlich und thematisch der Bogen weit gespannt:
Die Objekte reichen bis in die Frühzeit zurück und führen über
römische, mittelalterliche, frühneuzeitliche und moderne Zeugen bis zur
Gegenwart. Vertreten sind neben Wohngebäuden auch Industriebauten und
Geschäftshäuser, Burgruinen und Verkehrskreisel, Pfarrhäuser und
Tavernen, Bahnstationen und Postlokale, Schulhäuser und Schwimmbäder,
Gastarbeiterunterkünfte und Grabmäler, Brücken und Waschhäuser.
Die Antiquarische Gesellschaft feiert 2007 ihr 175jähriges
Bestehen. Das vorliegende Kantonsporträt ist das wichtigste
Jubiläumsprojekt der Gesellschaft und eine Hommage an den Kanton und
sein kulturelles Erbe.
Details: Roland Böhmer, Sebastian
Brändli, Martin Leonhard, Peter Niederhäuser
(Hg.), Vom Grabhügel zur Öko-Siedlung. Zürcher
Bau-Geschichten.
Erschienen im Chronos-Verlag,
Zürich 2007, ISBN
3-0340-0839-2. (Mitteilungen der Antiquarischen Gesellschaft in Zürich,
Band 74). 424 Seiten, 300 Abbildungen, gebunden CHF
65.--
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| Neujahrsblatt 2006: P.
Niederhäuser, Ch. Sieber (Hg.), Ein "Bruderkrieg"
macht Geschichte. Neue Zugänge zum Alten Zürichkrieg |
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Manchmal als
Toggenburger Erbschaftskrieg, als Schwyzer, Eidgenössischer, Österreichischer
oder gar Armagnakenkrieg bezeichnet, spielt die seit dem ausgehenden 15.
Jahrhundert hauptsächlich «Alter Zürichkrieg» genannte Auseinandersetzung der
Jahre zwischen 1436 und 1450 im kollektiven Gedächtnis gerade von Zürich eine
grosse Rolle. Die als «Mord» von Greifensee gebrandmarkte Hinrichtung der
zürcherischen Besatzung von Greifensee durch ein eidgenössisches Kriegsgericht,
die Gegenspieler Ital Reding und Rudolf Stüssi und die Schlachten bei St. Jakob
an der Sihl und an der Birs nehmen aber nicht nur im Zürcher, sondern auch im
Schweizer Geschichtsbild einen wichtigen Platz ein. Die unterschiedlichen
Bezeichnungen weisen gleichzeitig darauf hin, dass der mehrjährige Konflikt
keineswegs einfach ein «Bürger-» oder «Bruderkrieg» zwischen Schwyz und Zürich
sowie ihren Verbündeten war. Der Streit griff vielmehr weit in die benachbarten,
auch süddeutschen Gebiete aus, und gekämpft wurde nicht nur mit militärischen,
sondern auch mit propagandistischen und diplomatischen Mitteln. Im Vordergrund
des Buches stehen aber nicht die politischen Hintergründe und militärischen
Ereignisse, die mittlerweile gut bekannt sind, sondern Gesichtspunkte, die den
Alten Zürichkrieg stärker von «unten» und von «aussen» erforschen. Aus der Optik
einer Alltags-, Kultur- und Regionalgeschichte heraus sollen etwa die
Auswirkungen auf die Bevölkerung, die Perspektive einzelner Akteure und
Persönlichkeiten sowie die Rolle von vermeintlichen Nebenschauplätzen untersucht
werden. Diese bisher weit-gehend vernachlässigten Themen machen deutlich, dass
der Alte Zürichkrieg ein Konflikt vieler Dimensionen ist, dass Kriege nicht nur
auf den Schlachtfeldern Spuren hinterlassen und dass auch «Verlierer» eine
Geschichte haben und verdienen.
Details: Peter Niederhäuser, Christian
Sieber (Hg.), Ein Bruderkrieg macht Geschichte.
Erschienen im Chronos-Verlag,
Zürich 2006, ISBN
3-0340-0755-8. (Mitteilungen der Antiquarischen Gesellschaft in Zürich,
Band 73). 208 Seiten, 49 Abbildungen, broschiert. Sfr.
58.-
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| Neujahrsblatt 2005: P.
Niederhäuser, A. Ulrich (Hg.), Fremd in Zürich
- fremdes Zürich? Migration, Kultur und Identität
im 19. und 20 Jahrhundert |
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Das multikulturelle
Zürich ist heute in aller Munde. Dabei geht jedoch rasch vergessen, dass Zürich
bereits vor hundert Jahren der «Schmelztiegel» der Schweiz war. Die «Fremden»
kamen allerdings weniger aus der Ferne als aus benachbarten Gebieten, wirkten
aber als Innerschweizer Katholiken, süddeutsche Dienstboten, italienische Maurer
oder osteuropäische Juden gelegentlich nicht minder exotisch auf die Zürcher
Bevölkerung als heutige Einwanderungsgruppen. Die Migration führte und führt zu
einem mehr oder weniger heftigen Aufeinanderstossen unterschiedlicher Kulturen,
doch Umstände und Folgen gerade für die Identität der Betroffenen sind weit
vielfältiger, als ein oberflächlicher Blick glauben lässt. Im Mittelpunkt des Buches
stehen Themen, die das «Fremdsein» in Zürich nicht nur am Beispiel von
Ausländerinnen und Ausländern, sondern auch von Wanderungsbewegungen innerhalb
der Schweiz, von Sprachen, Religionen oder Weltüberzeugungen untersuchen.
«Fremd» ist immer eine Frage der Wahrnehmung und kann einem raschen
Bedeutungswandel unterliegen. Was gestern «fremd» war, scheint heute oft
selbstverständlich. Abgesehen davon sind Fremde nicht unbedingt Ausländer - und
Ausländer nicht immer Fremde. Solche Aspekte greifen die verschiedenen Beiträge
auf, die um fremde Heimat, unterschiedliche Welten oder Politik und Migration
kreisen.
Details: Peter Niederhäuser, Anita
Ulrich (Hg.), Fremd in Zürich - fremdes Zürich?
Erschienen im Chronos-Verlag,
Zürich 2004, ISBN
3-0340-0713-2. (Mitteilungen der Antiquarischen Gesellschaft in Zürich,
Band 72).
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| Neujahrsblatt 2004: Antiquarische
Gesellschaft (Hg.), Pfahlbaufieber. Von Antiquaren,
Pfahlbaufischern, Altertümerhändlern und Pfahlbaumythen |
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Aus Anlass des Jubiläums
«150 Jahre Pfahlbauforschung in der Schweiz» und in Anbetracht der Tatsache,
dass die Antiquarische Gesellschaft in Zürich vom Pfahlbaupionier Ferdinand
Keller gegründet wurde, ist das vorliegende Neujahrsblatt den Anfängen und der
Entwicklung dieser Forschungsdisziplin gewidmet. Die Entdeckung von Pfählen,
Steinwerkzeugen, Knochen und Scherben in Obermeilen im Januar 1854 und deren
umgehende Deutung durch Ferdinand Keller markieren den Beginn der
schweizerischen Pfahlbauforschung. Diese Entdeckung und die Arbeiten Kellers
erregten grosses Aufsehen. Plötzlich traten vorgeschichtliche «nationale»
Kulturen ins Bewusstsein breiter Bevölkerungskreise, und die noch kaum
institutionalisierte Urgeschichtsforschung wurde zu einer europaweit beachteten
Studienrichtung. Dieser Band enthält elf
fundierte Beiträge von neun Autorinnen und Autoren. Nebst der eigentlichen
archäologischen Entdeckungs- und Wissenschaftsgeschichte stehen deren
hauptsächlich beteiligte Akteure und Institutionen im Zentrum. Aber auch der
noch nicht behördlich geregelte Umgang mit den Funden sowie die lukrativen
Aktivitäten der Antiquare, Pfahlbaufischer, Sammler und Händler werden anhand
von Textquellen anschaulich geschildert. In weiteren Beiträgen wird aufgezeigt,
wie das «Pfahlbaufieber» in Welt- und Landesausstellungen, im Schulbuch, ja
sogar in der Architektur seinen Niederschlag fand. Den Abschluss bilden
Einblicke in die Technik der Funddokumentation sowie eine aktuelle
Bestandesaufnahme der zürcherischen Seeufersiedlungen.
Details:
Antiquarische Gesellschaft in
Zürich (Hg.), Pfahlbaufieber. Von Antiquaren, Pfahlbaufischern,
Altertümerhändlern und Pfahlbaumythen. Erschienen im Chronos-Verlag,
Zürich 2003, ISBN
3-0340-0672-1. (Mitteilungen der Antiquarischen Gesellschaft in Zürich,
Band 71). Mit Beiträgen von : Kurt Altorfer, Beat
Eberschweiler, Marc-Antoine Kaeser, Daniel Kauz, Barbara
Helbling-Gloor, Martin Trachsel, Adolf M. Vogt, Armin
Mathis
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Neujahrsblatt 2003: Peter
Niederhäuser (Hg.), Alter Adel - neuer Adel? Zürcher
Adel zwischen Spätmittelalter und früher Neuzeit.
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Der Begriff «Adel» ruft
in der Schweiz gemischte Gefühle hervor, verbindet sich doch das Schreckbild der
bösen Vögte und Raubritter mit Burgenromantik und Glamourszenen der
Regenbogenpresse. Das Schicksal des Adels jenseits dieser Klischees hingegen ist
wenig bekannt. Mit der Verdrängung Habsburgs und der Festigung der Stadtzürcher
Herrschaft ab 1400 schien auch die alte Führungsgruppe aus der Zürcher
Landschaft zu verschwinden oder zur Bedeutungslosigkeit hinabzusinken; die Zeit
der verarmten und gewalttätigen «Ritter» war, so das populäre Geschichtsbild,
endgültig vorbei. Neue Forschungen ermöglichen
jetzt zumindest punktuell eine differenziertere Sicht auf das Schicksal des
Zürcher Adels in nachhabsburgischer Zeit und machen auf eine Blüte adliger Werte
und Symbole im Spätmittelalter aufmerksam, die sich beim alteingesessenen
Landadel wie bei der neuen städtischen Elite widerspiegelt. Welche Stellung
nimmt aber der Adel im Übergang zur Neuzeit überhaupt ein? Welche Rolle spielt
adlige Kultur für die Zürcher Vergangenheit? Diese Fragen nach dem Fortleben
einer Adelswelt innerhalb des Zürcher Territoriums zwischen 1400 und 1600 stehen
im Zentrum des Sammelbandes, der einen Überblick über die aktuelle regionale
Forschung leisten und einzelne Bausteine zu einer im Vergleich mit dem Ausland
erstaunlich schlecht untersuchten Geschichte versammeln will.
Details: Peter Niederhäuser
(Hg.), Alter Adel - Neuer Adel? Zürcher Adel zwischen
Spätmittelalter und früher Neuzeit. Erschienen im Chronos-Verlag,
Zürich 2002, ISBN
3-0340-0576-8. 232 Seiten,. 47 Abbildungen, broschiert (Band 70 der "Mitteilungen der Antiquarischen Gesellschaft"
und 167. Neujahrsblatt). Mit Beiträgen
von Ernst BAUMELER, Erwin EUGSTER, Stefan FREY, Rudolf
GAMPER, Karl GRUNDER, Katrin HÜRLIMANN, Martin
ILLI, Claudia KAJATIN, Martin LEONHARD, Peter NIEDERHÄUSER,
Ulrich PFISTER, Christian RENFER, Hermann ROMER, Martina
WEHRLI-JOHNS, Dölf WILD, Peter ZIEGLER
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Neujahrsblatt 2002: Geschichte
schreiben in Zürich.
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Die Antiquarische
Gesellschaft betreibt hier sozusagen erweiterte Nabelschau.
Sie beschäftigt sich mit der Geschichte der Gesellschaft,
ihrer Rolle für die Geschichtsschreibung und für
einige Institutionen, welche das historische Erbe pflegen.
Insbesondere die kantonalzürcherische Denkmalpflege
ist recht eigentlich aus dem "Schoss der Antiquarischen
Gesellschaft" entsprungen. Breit behandelt werden
auch die Zürcher Archive und das Landesmuseum.
Details: Hg. Antiquarische Gesellschaft
des Kantons Zürich, Geschichte schreiben in Zürich. Die
Rolle der Antiquarischen Gesellschaft bei der Erforschung und Pflege
der Vergangenheit. Zürich 2002 (erschienen im Chronos-Verlag,
als Band 69 der "Mitteilungen der Antiquarischen Gesellschaft"
und als 166. Neujahrsblatt). Inhaltsverzeichnis: Jürg
E. Schneider: Im Schosse der Antiquarischen Gesellschaft fing alles
an. Helmut Meyer: Die Antiquarische Gesellschaft und die zürcherische
akademische Forschung Sebastian Brändli: Lokalgeschichte
von unten? Zürcher Ortsgeschichten: Anlässe, Autoren,
Themen Reto Weiss: Das Fundament der Zürcher Geschichtsschreibung:
Die Zürcher Archivlandschaft Matthias Senn und Christoph
Kübler: Vermittlung von Geschichte im Museum. Die Sammel- und
Vermittlungstätigkeit des Schweiz. Landesmuseums im Kontext
zeitbedingter Geschichtsauffassungen; das "neue" Landesmuseum. Hanspeter
Rebsamen, Christian Renfer, Dorothee Huber: Die Geburt der Denkmalpflege
aus dem Schosse der Antiquarischen Gesellschaft. Geschichte, Mission
und Möglichkeiten
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Neujahrsblatt 2001: Maria Crespo,
Verwalten und Erziehen: Die Entwicklung des Zürcher
Waisenhauses 1637-1837
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In der Zürcher Dissertation von Maria Crespo
werden Kinderfürsorge und Anstaltserziehung der Stadt Zürich vom
17. Jahrhundert bis in die erste Hälfte des 19. Jahrhunderts untersucht. Eine
der sozialpolitischen Maßnahmen der staatlich organisierten Armen- bzw.
Kinderfürsorge war die Versorgung in einer Anstalt. Mit dem Waisenhaus von
Zürich wird eine der wichtigsten sozialen Institutionen dieser Stadt
vorgestellt. Erstmals wird hier anhand eines exakten Vergleichs von
Waisenhausordnungen die Entwicklung von Verwaltungsorganisation und
Erziehungskonzeption in einer öffentlichen Waisenanstalt unter Berücksichtigung
der politischen, sozialen und geistigen Zeitströmungen analysiert.
Details: erschienen
im Chronos
Verlag, Zürich 2001, ISBN 3034005008 Broschiert, 295 Seiten, mit 14
Abbildungen und 8 Tabellen (Band 68 der "Mitteilungen der Antiquarischen Gesellschaft"
und 165. Neujahrsblatt).
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