Donnerstag, 8. Mai 2025, 19:30 Uhr: Vortrag

May Blossom Broda

Italienischer Antifaschismus in Zürich 1922-1945

Lavatersaal im Lavaterhaus, St. Peterhofstatt 6, Zürich.

Im Anschluss an die Mitgliederversammlung
Am 8. Mai 1945 läuteten die Glocken zum Ende des Zweiten Weltkriegs. Ende April hatten Antifaschistinnen und Antifaschisten die «Casa d‘Italia», das Zentrum der klerikal-faschistischen italienischen Erziehung an der Erismannstrasse 6 im Kreis 4, übernommen. Mit dabei waren die ARD-Journalistin Franca Magnani-Schiavetti (1925-1996), deren widerständische Eltern aus dem faschistischen Italien geflüchtet waren, und der Schauspieler und Regisseur Ettore Cella (1913-2004), dessen Mutter in der «Cooperativa» wirtete und dessen Vater sich in der Auslandsorganisation des «Partito Socialista Italiano (PSI)» engagierte. In meinem Dokumentarfilm «Avanti! Libertà! Italienischer Antifaschismus in Zürich 1922-1945» (30‘) führen sie zu den Schauplätzen der politischen Auseinandersetzungen der italienischen Kolonie. Es wird an den Duce Benito Mussolini (1883-1945) erinnert, der von 1902 bis 1904 Emigrant in der Schweiz war und 1913 als Sozialist an der 1. Mai-Feier im Sihlhölzli agitierte. Einmalige Fotografien und Filme dokumentieren die bewegte Geschichte des antifaschistischen Widerstands in Zürich.

Einleitend skizziere ich Aspekte der visuellen Geschichtsschreibung, die angesichts der Entwicklungen auf dem Gebiet der «Künstlichen Intelligenz» relevant sind.