Mittwoch, 28. Januar 2026, 18:30 Uhr: Vortrag

Dr. Dölf Wild

Käpfner Kohle und der Einstieg in die fossile Energie

Das kleine Zürcher Bergwerk als Zeuge eines grossen Umbruchs

Lavatersaal im Lavaterhaus, St. Peterhofstatt 6

Der Betrieb des Kohlebergwerks Käpfnach bei Horgen zwischen 1784 und 1910 wirft ein Schlaglicht auf eine Zeit des Umbruchs bei der Versorgung unserer Gesellschaft mit Primärenergie. Innerhalb weniger Jahre war man damals mit Herausforderungen konfrontiert, die noch heute aktuell sind. Eine zentrale Rolle spielte der Einsatz «fossiler Energie».
Was aber ist «fossile Energie» und wie sehen ihre unterschiedlichen Erscheinungsformen aus? Welche Vorkommen gibt es im Kanton Zürich und was wurde hier abgebaut? Was ist «Schieferkohle» und ist auch Torf «fossile Energie»?
Die Geschichte der Kohleförderung in Käpfnach lässt sich in vier verschiedene Abschnitte gliedern. Exemplarisch zeigen sie den Weg aus der mittelalterlichen Energiewirtschaft in das Zeitalter der Industriellen Revolution und seinem nach wie vor ungezügelten Energiehunger mit allen damit verbundenen Herausforderungen.
Ein letzter Teil stellt die Frage nach dem Beginn des europäischen Kohleabbaus und damit dem Einstieg in das «Zeitalter der fossilen Energie». Auch dieser Teil beginnt in Käpfnach mit den humanistischen Gelehrten Johannes Stumpf und Sebastian Münster, wechselt kurz ins Wallis und führt dann von dort in den Nordseeraum, insbesondere ins belgische Lüttich, einer diesbezüglich ganz besonderen Stadt.

Dölf Wild, Historiker, Archäologe, bis 2019 Leiter der Stadtarchäologie Zürich, im Vorstand der Antiquarischen Gesellschaft in Zürich. Seit der Pensionierung freischaffender Historiker und neben anderem Guide im Besucherbergwerk Käpfnach.

Im Anschluss an den Vortrag lädt Sie der Vorstand herzlich zum Apéro ein.