Freitag, 7. Dezember 2018 17:15 Uhr: Führung
Lic. phil. Peter Niederhäuser, Winterthur
Schatten der Reformation, Befreiung und Verfolgung
Stadthaus Zürich, Stadthausquai 17.

Was haben ein Bilderstürmer und eine Klosterfrau, ein Glaubensflüchtling oder eine Äbtissin gemeinsam? Auf den ersten Blick herzlich wenig, und doch verbindet alle Personen eine besondere Geschichte. Die Ausstellung unter dem Titel "Schatten der Reformation" inter­essiert sich nicht für die Hauptfiguren der Reformation wie Zwingli oder Bullinger, sondern für Personen, die den Umbruch der Reformation mit gemischten Gefühlen erlebt haben. Wie "frei" waren diese Leute bei ihren Entscheidungen und wie überzeugt vertraten sie ihre religiösen Überzeugungen? Die Ausstellung möchte zeigen, dass es nicht einfach viele "Sieger" und einzelne "Verlierer", Reformierte und Altgläubige gab, sondern dass ganz unterschiedliche Haltungen und Lebensbilder möglich waren. Genau diese Zwischentöne oder Schattierungen machen die Reformationsgeschichte auch so spannend und laden zur Frage ein, wie aktuell Reformation heute eigentlich noch ist.

Die Teilnehmerzahl ist auf 15 Personen beschränkt, Anmeldung an: Peter Niederhäuser, Brauerstr. 36, 8400 Winterthur, 052 / 213 26 72 (p.niederhaeuser@sunrise.ch) (bitte den gewünschten Termin (17:15 oder 18:45 Uhr angeben!)

Ertränkung von Täufern, 1528 (Wickiana, ZBZ)

Peter Niederhäuser ist Historiker und Vizepräsident der AGZ. Er hat im Auftrag des Vereins "Schatten der Reformation" im Rahmen des 500-Jahr-Jubiläums der Reformation die Sonder­aus­stellung im Stadthaus Zürich kuratiert und ein Begleitbuch unter dem gleichen Titel herausgegeben.