Samstag, 18. Juni 2016 08:00 Uhr: Exkursion
Sommerexkursion
Die Schweiz am Gotthard
Alptransitdienstleister Europas
Treffpunkt 8.00 Uhr Busparkplatz Sihlquai beim Hauptbahnhof Zürich

Im Juni 2016 wird der neue Gotthard-Eisenbahntunnel eröffnet. Die AGZ nimmt dieses Ereignis zum Anlass für einen Blick in die Geschichte des Gotthards als Transitdienstleister für den europäischen Bahnverkehr. Nachdem der Gotthardpass bis zur Eröffnung der ersten Gotthardbahn vor allem regionale Bedürfnisse befriedigt hatte, wurde der Pass mit der Eisenbahnlinie von 1882 zur wichtigsten Alpentransversale Europas. Die Schweiz begann sich nach 1900 nicht mehr als Alpenrepublik zu verstehen, sondern als Gotthardstaat. Als sich abzeichnete, dass die meisten Kantone der Schweiz mit Italien und Deutschland dem Gotthard zuneigten, sprang auch Zürich, vertreten durch Alfred Escher, 1863 auf den Zug auf. Das Projekt gewann an Dynamik. Die Finanzierung wurde mit Subventionen, Aktien und Obligationen sichergestellt. Der Privatbahnbefürworter Escher musste 1878 als Direktor zurücktreten, damit ein Teil der aufgelaufenen Mehrkosten durch Bundessubventionen finanziert werden konnte. Auf unserer Sommerexkursion besuchen wir unter der kundigen Führung des Verkehrshistorikers und Gotthard-Spezialisten Kilian Elsasser die wichtigsten Orte der historischen Transitlinien auf der Gotthardnordseite: In Göschenen stehen der Alpen querende Verkehr vom Saumpfad bis zur Autobahn und der Bau des damals längsten Tunnels der Welt im Zentrum (Streik, Visierstollen, Friedhof). Die einzigartige Linienführung der Gotthardbahn, die das Kirchlein von Wassen berühmt gemacht hat, ist Resultat der Topografie, einer weitsichtigen Planung und der damaligen technischen Möglichkeiten. In Erstfeld, wo die Bergstrecke beginnt und der letzte Teil der Führung stattfindet, arbeiteten bis zu 700 Eisenbahner. Die zumeist auswärtigen Bremser, Heizer, Lokführer, Depotangestellten prägten das Dorfbild nachhaltig. Eine der ersten reformierten Kirchen der Zentralschweiz steht in Erstfeld und die Gotthardbahn-Gesellschaft baute auch Beamtenhäuser, Schulen, Säle oder Badehäuser.

Anzahl Teilnehmer: maximal 35 Personen

Treffpunkt: 08.00 Uhr Busparkplatz Sihlquai (beim HB Zürich, Tramhaltestelle Sihlquai)

Ende: ca. 19.00 Uhr Busparkplatz Sihlquai (beim HB Zürich, Tramhaltestelle Sihlquai)

Kosten: 120-130 Franken pro Person (Busfahrt, Führung, Mittagessen inkl. Getränke); genauer Betrag abhängig von Anzahl Teilnehmer/innen; das Geld wird vor Ort eingezogen.

Mittagessen im Hotel Restaurant Krone, Wassen, siehe Menu-Auswahl bei der Anmeldung.

Anmeldung und weitere Informationen, vgl. beiliegenden Flyer

Ausschnitt Postkarte von 1888, Slg. VHS