Samstag, 6. Juni 2026, 10:45 Uhr: Exkursion
Besuch im ehemaligen Kohlebergwerk Horgen/Käpfnach
In Käpfnach wurde mit Unterbrüchen von 1784 bis 1946 im für Schweizer Verhältnisse grösseren Stil Kohle abgebaut. Erwähnt wird die Nutzung des Kohlevorkommens aber bereits 1548 durch den Züricher Chronisten Johannes Stumpf. Damit liegt für Käpfnach einer der frühsten Nachweise für die Verwendung fossiler Kohle in der weiten Region vor.
Anhand von Käpfnach lässt sich beispielhaft der Umbruch der Energiegewinnung von der stark auf den Ressourcen der Wälder (Brennholz, Holzkohle) beruhenden mittelalterlich-frühneuzeitlichen Wirtschaft zum «fossilen Zeitalter» der industriellen Revolution mit ihrem bis heute weiter ansteigenden Energiehunger aufzeigen.
Konkret werden wir im Bergwerksmuseum neben diesen allgemeinen Gesichtspunkten etwas über die verschiedenen Phasen des Kohleabbaus in Käpfnach erfahren. Höhepunkt stellt ein Film aus dem Jahr 1943 dar, welcher das damalige Bergwerk detailliert zeigt. Anschliessend werden wir Helme fassen und mit dem Bergwerkszug in die historischen Stollen einfahren. Unterwegs werden das Kohleflöz und die archaisch anmutenden Abbaumethoden zu sehen sein. Für den Besuch des Museums und der Stollen ist je eine Stunde vorgesehen.
Anreise mit dem ÖV:
Zürich HB ab S8 um 10:07 / Horgen an 10:29 / Bahnhof Horgen mit Bus Nr. 121 (oder 134) ab 10:34 / Haltestelle «Käpfnach» (nicht «Bergwerk»!) an: 10:38
Treffpunkt 10:45 Museum Bergwerk (Bergwerkstrasse 27, 8810 Horgen)
Für Anreise mit PW – Parkplätze in der Nähe vorhanden
Der Boden im Stollen ist weitgehend eben und trocken, trotzdem ist gutes Schuhwerk angezeigt.
Im Berg herrscht ganzjährig eine Temperatur von 13 Grad.
Der Eintritt ins Bergwerk wird vom Bergwerksverein offeriert!
Limitierte Plätze, Anmeldung bis 31. Mai 2026 an:
Dölf Wild, Käpfnerweg 20, 8810 Horgen
doelf.wild@bluewin.ch
Dölf Wild: Vorstandsmittglied der Antiquarischen Gesellschaft, Mitherausgeber des Neujahrsblattes AGZ 2026 «Bergbau im Kanton Zürich, Eine Geschichte von Hoffnung auf Wohlstand und Unabhängigkeit». Mitglied des Bergwerkvereins Käpfnach und Guide daselbst.
Zum Bergwerk vgl. der Artikel im aktuellen Neujahrsblatt AGZ: Dölf Wild, Bergbau in Käpfnach, Kohle vom Ufer des Zürichsees, S. 109 – 125
Besucherstollen im Bergwerk Käpfnach