Donnerstag, 22. Oktober 2026, 18:30 Uhr: Vortrag

Dr. Roland Gröbli

Ein kaum beachtetes Jubiläum: Der letzte gemeinsame Bundesschwur vor 500 Jahren

Lavatersaal im Lavaterhaus, St. Peterhofstatt 6, Zürich

Am 28. Juli 1526, keine zwei Monate nach Abschluss der Badener Disputation, leisteten die eidgenössischen Orte letztmals gemeinsam den Bundesschwur. Genau genommen schwor nur das konziliante Bern – in zwei getrennten Durchgängen – sowohl mit den katholischen Orten als auch mit Zürich und Basel, die sich dem «neuen Glauben» (aus katholischer Sicht) zugewandt hatten.
Dieser regelmässig neu beschworene sakrale, rechtliche und politische Akt, der mit dem Bündnis zwischen Zürich und den vier Waldstätten am 1. Mai 1351 begonnen hatte, fand so ein wenig rühmliches Ende.
Fast drei Jahrzehnte später fand die Eidgenossenschaft im Eremiten und Friedensvermittler Niklaus von Flüe («Bruder Klaus») und der Erinnerungskultur an das «Stanser Verkommnis» einen «Ersatz» für diesen Verlust an sakraler Verbundenheit.
Der Vortrag beleuchtet, reich illustriert, die Geschichte des Bundesschwures, der namensprägend für den daraus hervorgehenden Staatenbund wurde und über den wir gemeinhin erstaunlich wenige Details kennen.

Roland Gröbli studierte Germanistik und Geschichte an den Universitäten Zürich und Berlin (West) und promovierte mit einer Dissertation über Leben und Lehre des Niklaus von Flüe bei Prof. Alois Haas. Seit seiner Pensionierung beschäftigt er sich am liebsten mit Geschichte, vom Spätmittelalter bis in unsere Zeit, und betreibt Schreib-, Forschungs- und Vortragstätigkeiten.

Im Anschluss an den Vortrag lädt der Vorstand Sie herzlich zum Apéro ein.